18.11.2013

Europäischer Austausch

Vom 6. – 8. 3. 2014 fand die 1. Europäische Konferenz zu Systemischer Forschung in Heidelberg statt.

Wie funktionieren soziale Systeme? Wie können sie beraten werden? Wie kann beides mit qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden angemessen untersucht werden? Auf der 1. europäischen Systemischen Forschungstagung wurde in sechs Hauptvorträgen, 24 Symposien, 14 Workshops und drei Postersessions sowie in einem großen Schlusspanel sichtbar, welche Aspekte in den verschiedenen Ländern zu diesen Fragen erforscht werden. Die knapp 300 Teilnehmer_innen aus 22 europäischen Ländern und den USA nutzten das Treffen außerdem, um europäische Vernetzungen herzustellen und/oder zu vertiefen.

Der Eröffnungsvortrag von Russell Crane (Utah/ USA) am Donnerstagmorgen befasste sich mit der Wirksamkeit und Kostengünstigkeit von Familientherapie und wurde vom Präsidenten der Bundespsychotherapeutenkammer Rainer Richter, Declan Aherne vom Europäischen Netzwerk Psychotherapeutische Versorgung und Sibylle Malinke vom Verband der Ersatzkassen (vdek) diskutiert. Die EFTA-Vorsitzende Maria Borcsa gab einen Überblick über die Frage, wie (Systemische) Therapie in verschiedenen europäischen Ländern verankert ist. Es zeigte sich, dass in Deutschland im europäischen Vergleich die Psychotherapie zwar relativ gut finanziert wird, Deutschland aber neben Albanien zu den einzigen Ländern in Europa gehört, in denen Systemische Therapie nicht genauso so behandelt wird, wie die anderen psychotherapeutischen Verfahren.

Während der Tagung wurde eine breite Palette an Herangehensweisen gezeigt, mit denen soziale Systeme und vor allem Systemisches Arbeiten untersucht wird. Es wurde besonders deutlich, wie Forschungsprozesse Impulse auf die jeweils beforschte Praxis ausüben. Gerade diese befruchtenden Feedbackschleifen könnten mehr für die Systemische Praxis nutzbar gemacht werden.

Die Präsentationen der Veranstaltungen finden Sie hier.