SYSTEMISCHES ARBEITEN MIT KLINISCHEN DIAGNOSEN: STÖRUNGSSPEZIFISCHE SYSTEMTHERAPIE

28.03.2022 - 31.03.2022 | Seminar

Veranstalter

IF WEINHEIM

Veranstaltungsort

Grasellenbach im Odenwald

Veranstaltungsdetails

Art der Veranstaltung

Seminar

Weiterbildungsnachweis

Veranstalterzertifikat

Referent/-innen

Dr. Hans Lieb

Beschreibung

Durch die Anerkennung der Systemtherapie als Heilberuf (Approbation) und angesichts der in die Nähe rückenden sozialrechtliche Anerkennung (Kassenfinanzierung) ist die systemische Welt gezwungen, sich (wieder) zum Thema „Störung und Krankheit“ zu positionieren. Sie muss daher mit den Begriffen „Diagnose, Störung, Krankheit etc.“ operieren und zeigen, wie sie spezifische Störungsbilder behandelt. Dass und wie sie dabei ihre systemische Identität explizit nutzt und bewahrt, wird im Seminar vermittelt. Im Seminar werden hierzu drei Stränge verfolgt: SYSTEMTHEORIE EINER SYSTEMISCHEN STÖRUNGSORIENTIERUNG: Charta „Störungsspezifische Systemtherapie“ | Unterscheidung zwischen „Störung“ und „Krankheit“ und zwischen Verwendung dieser Begriffe als Beschreibung von Phänomenen (z.B. Magersucht, Phobie, Psychose, Depression …) und als Erklärung | Konzept „Selbstbeobachtung der störungsorientierten Systemtherapie“ im Gesundheitswesen vermittels der Systemtheorie selbst || ALLGEMEINE PRAXIS MIT AUSRICHTUNG AN DEN „PRINZIPIEN DER STÖRUNGSSPEZIFISCHEN SYSTEMTHERAPIE“: „Systemische Transparenz“ für Klient*innen und Kolleg*innen | Konzept der „doppelten Buchführung“: Logik Krankenabrechnung versus Logik Psychotherapie | Dialog statt Mission: Wie mit Kolleg*innen reden, die anders mit Krankheitskonzepten operieren? | Vom Entweder-oder (pro Störungsorientierung oder contra Störungsorientierung) zum Sowohl-als-auch: Sowohl Konstruktion von „Krankheit“ als auch Dekonstruktion pathologisierender Begriffe. Das soll an Fallbeispielen erarbeitet und demonstriert werden. || STÖRUNGSSPEZIFISCHE PRAXIS: Präsentationen aus dem Fundus, den die Systemtherapie seit Jahrzehnten für die Therapie spezifischer Störungsbilder erarbeitet hat, z.B. Sucht, Essstörungen, Ängste, Depressionen, Psychosen ect. Die Auswahl kann, soweit möglich, dem Bedarf der Teilnehmer*innen angepasst werden. || Seminardidaktik: kleine Vorträge, Übungen, Demonstrationen, Reflexionen.

Telefonnummer

06201 8450080

Link zu weiteren Informationen

https://if-weinheim.de/seminare/themenseminare/

Anmeldung über

https://if-weinheim.de/seminare/themenseminare/