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2020-03 MS: Bindungstraumatisierungen – Wenn Bindungspersonen zu Täter*innen werden

05.11.2020 - 13.11.2020 | Seminar

Veranstalter

FoBiS - Systemisches Institut für Bildung, Forschung und Beratung

Veranstaltungsort

Holzgerlingen
Altdorfer Str. 5 71088 Holzgerlingen

Veranstaltungsdetails

Art der Veranstaltung

Seminar

Weiterbildungsnachweis

Veranstalterzertifikat

Themenstichwort

Bindung, Traumatisierung, Trauma, Bindungsstörung

Ziel der Veranstaltung

Bindungstraumatisierungen haben langfristige Auswirkungen auf alle psychischen, sozialen und körperlichen Bereiche einer Person, und auch auf die Beziehung zu Erzieher*innen, Päda-gog*innen und Therapeut*innen. Eine Folge können pathologische Bindungsmuster, dissoziative Symptome, sozialer Rückzug bis hin zur Sozialen Phobie sein. Welche Faktoren schützen? Wie später in der pädagogischen Arbeit „gute“ Bindung aufbauen? Wie mit den Folgen in der Therapie umgehen?

Zielgruppe

Alle Fachkräfte aus psychosozialen, pädagogischen sowie aus angrenzenden Arbeitsfeldern mit Hochschulreife und Berufserfahrung

Referent/-innen

Dr. Almute Nischak

Beschreibung


Wenn Kinder und Jugendliche die Erfahrung machen, dass Bindungspersonen zugleich die Personen sind, die ihnen – teils über Jahre hinweg – traumatische Verletzungen zufügen, sprechen Fachleute von Bindungstraumatisierungen. Diese zählen zu den schwerwiegenden Traumatisierungen.

Früh gemachte Bindungserfahrungen nehmen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung, das Selbstbild einer Person, die Art, wie sie im Leben steht, ihre Fähigkeit zu Empathie und die spätere Gestaltung von Beziehungen. Wenn Kinder dabei in unsicher-desorganisierten Bindungen mit Fürsorgepersonen aufwachsen, erleben sie im Moment der Nähe zugleich Bedrohliches.

Dann springt neben dem Bindungs- unwillkürlich auch das Verteidigungssystem an. Die Quelle von Trost und Sicherheit wird zur Gefahrenquelle. Zu diesen „Gefahrenquellen“ können Vernachlässigung, Misshandlung, Verwahrlosung, häusliche Gewalt, psychische Erkrankungen der Eltern, Sadismus, Gewalt zwischen Geschwistern, sexueller Missbrauch und andere Formen menschengemachter Traumatisierungen gehören.

Angewandte Methoden:

Theoretischer Input, Gruppenarbeit, Kreative Methoden, ggf. Filmausschnitte und Fallbeispiele.

  • Bindungsstile und Bindungsstörungen
  • „Speicherung“ früherer Bindungserfahrungen
  • Dissoziation und Desorganisation von Bindung
  • Wenn Bindungspersonen zu Tätern werden
  • Zwischen „Bindungsschrei“ und „Therapiephobie“: Viele, teils widersprüchliche Übertragungen
  • Bündnisse mit Kampf-Anteilen schmieden
  • Transgenerationale Weitergabe
  • Bindungssicherheit fördern
  • Feinfühlige „Helfer*innen“
  • Die eigene Gesundheit bewahren

Telefonnummer

07031 - 29 619 11

Link zu weiteren Informationen

https://www.mutpol-boeblingen.de/fobis/seminare/methodenseminare-ms.html

Anmeldung über

https://www.mutpol-boeblingen.de/fobis/seminare/methodenseminare-ms.html

Letzte Aktualisierung: 27.11.2019