Kompakt-Weiterbildung: Systemische Traumatherapie

01.12.2017 - 17.11.2018 | Weiterbildung

Veranstalter

istob-Zentrum e.V.

Veranstaltungsort

81677 München

Veranstaltungsdetails

Art der Veranstaltung

Weiterbildung

Weiterbildungsnachweis

Veranstalterzertifikat

Themenstichwort

Traumatherapie

Zielgruppe

Angesprochen sind MitarbeiterInnen in unterschiedlichen psychosozialen Arbeitsfeldern, z. B. Beratungsstellen, ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen, klinischen, pädagogischen, kirchlichen und anderen Arbeitskontexten, die in ihrem beruflichen Kontext traumatisierten Menschen begegnen und sich für diese Situationen mehr Sensibilität und Sicherheit wünschen

Referent/-innen

Kursleiterin: Sabrina Courtial und weitere ReferentInnen: Alexander Korittko und Barbara Abdallah-Steinkopff

Beschreibung

Menschen, die traumatischen Erfahrungen ausgesetzt waren, irren oft jahrelang durch die therapeutische Landschaft, ohne angemessene Hilfe im Sinne einer Erleichterung ihrer Symptomatik zu finden. Die Betroffenen empfinden in der Regel extrem belastende Gefühle, wenn etwas an die traumatischen Begebenheiten erinnert, oder sie entwickeln – im Gegenteil – eine emotionale Taubheit, um sich davor zu schützen, von diesen Gefühlen überschwemmt zu werden. Das soziale Umfeld der Betroffenen und auch die professionellen HelferInnen fühlen sich damit häufig überfordert. Angesichts dieses emotionalen Spannungsfeldes geht es in der Traumatherapie erst einmal darum, das Gefühl von Stabilität und Kontrolle im Leben der Betroffenen zu stärken. Die Systemische Therapie mit ihrem ressourcenorientierten Ansatz ist in besonderer Weise geeignet, traumatisierte Menschen dabei zu unterstützen, sich wieder zu entspannen und ein Gefühl von Stabilität, Sicherheit und Lebensfreude zu entwickeln. Erst auf dieser Basis ist es u.U. sinnvoll, traumatische Erfahrungen im geschützten Rahmen nochmals genauer anzuschauen, um das traumatische Geschehen vollends integrieren zu können. Die Forschungen zu Trauma und Traumatherapie der letzten Jahre haben dazu ein reichhaltiges kreatives Handwerkszeug bereitgestellt, das die systemische Herangehensweise hervorragend ergänzt. Insbesondere sind hier folgende Ansätze zu nennen, die in die Weiterbildung mit einfließen: -die Psychodynamisch-imaginative Traumatherapie (PITT) nach Luise Reddemann -die Arbeit mit schweren dissoziativen Störungen nach Michaela Huber, Ellert Nijenhuis, Onno van der Hart -die Ansätze der Ego-State-Therapie (z. B. nach Jochen Peichl, Woltemade Hartman) -EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) nach Francine Shapiro -neuere Erkenntnisse der Gehirnforschung (z. B. nach Joachim Bauer, Gerald Hüther, Bessel van der Kolk) -das neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM) von Laurence Heller Durch den Einfluss dieser Ansätze hat sich ein Paradigmenwechsel in der Psychotherapie insgesamt ereignet, da die schädigenden Ursachen psychischer Störungen wieder mehr in den Blick geraten und dadurch die Symptome als adaptive Umgangsstrategie mit schwierigen Situationen gewürdigt werden, für die es gilt, im Hier und Jetzt passendere Alternativen zu entwickeln. Anerkannt von der Bayerischen Psychotherapeutenkammer und der Bayerischen Ärztekammer Den erfolgreichen Abschluss des Kurses bestätigen wir mit einem Zertifikat des istob-Zentrums INFORMATIONSABEND: Mittwoch, 12. Juli 2017 um 18:30 Uhr

Telefonnummer

089-5236343

Link zu weiteren Informationen

www.istob-zentrum.de

Anmeldung über

www.istob-zentrum.de