Psychosoziale Prozessbegleitung im Strafverfahren – Fachpädagoge m/w für Systemische Psychotraumatologie

09.01.2019 - 12.05.2019 | Weiterbildung

Veranstalter

ISTOB Management Akademie

Veranstaltungsort

München
Richard-Strauss-Str. 56 81677 München

Veranstaltungsdetails

Art der Veranstaltung

Weiterbildung

Weiterbildungsnachweis

Veranstalterzertifikat

Themenstichwort

psychosoziale Prozessbegleitung, Fachpädagoge, Fachpädagogin, Trauma, Psychotraumatologie, Strafverfahren, Opferschutz

Ziel der Veranstaltung

Grundlegende Weiterbildung zur Anerkennung als psychosoziale Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter durch die Zentrale Koordinierungsstelle der bayerischen Justiz beim Oberlandesgericht München. Vorbereitung auf die Tätigkeit als psychosoziale ProzessbegleiterIn (im Strafverfahren).

Zielgruppe

Personen, die als psychosoziale ProzessbegleiterIn im Strafverfahren tätig werden möchten, müssen die Qualifikationsanforderungen nach Art. 3 Abs. 1 Satz 1 BayStrAG i. V. m. § 3 PsychPbG erfüllen. Hierzu gehören insbesondere ein Hochschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in einem der Bereiche Sozialpädagogik, Soziale Arbeit, Pädagogik oder Psychologie und die Absolvierung einer von einem Bundesland anerkannten Weiterbildung zum/r psychosozialen Prozessbegleiter/in.

Referent/-innen

Ruth Beer: Rechtsanwältin Kerstin Claus: Betroffenenrat – Beratendes Fachgremium beim Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung (BMFSFJ) Manfred Hofmann: Kriminaloberrat a.D. Peter Möhrle: Diplom-Sozialpädagoge, Anerkannter Psychosozialer Prozessbegleiter, Fachpädagoge für Psychotraumatologie (DIPT) Marita Müller-Hahl: Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Supervisorin, Organisationsberaterin (Master of Science) Dr. Raimund Schwendner: Verhaltens- und Kommunikations-Psychologe, Fachpädagoge für Psychotraumatologie (DIPT), Lehrender Supervisor (SG) Ulrike Stahlmann-Liebelt: Oberstaatsanwältin Wolf Marius Wenzel: Richter, Systemischer Berater, Mediator

Beschreibung

Zeugen, die Opfer einer Straftat geworden sind, können sich ab dem 1. Januar 2017 im Strafverfahren der Unterstützung durch eine psychosoziale Prozessbegleiterin oder einen psychosozialen Prozessbegleiter bedienen. Psychosoziale Prozessbegleitung ist eine besonders intensive, professionelle Form der Zeugenbetreuung, die sich über das gesamte Strafverfahren erstreckt und auch außerhalb des Gerichtsgebäudes stattfindet. Psychosoziale Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter sind speziell für die Betreuung von besonders schutzbedürftigen Opfern von Straftaten wie zum Beispiel Minderjährigen, Menschen mit Behinderung oder besonders traumatisierten Tatopfern ausgebildet. Sie informieren in verständlicher und adressatengerechter Weise über die Abläufe des Strafverfahrens, stehen dem Tatopfer im gesamten Verfahren als AnsprechpartnerIn zur Seite und leisten auf Wunsch stabilisierende Begleitung zu polizeilichen, staatsanwaltschaftlichen und gerichtlichen Vernehmungen. Hierdurch helfen sie unbegründete Ängste abzubauen, Belastungen zu reduzieren und die Qualität der Zeugenaussage im Vor- und Hauptverfahren zu verbessern. Dabei ist die Wahrung der Neutralität oberstes Gebot. Bei Minderjährigen und bei besonders schutzbedürftigen erwachsenen Opfern von schweren Straftaten kann eine psychosoziale Prozessbegleitung auf Antrag durch das Gericht beigeordnet werden. Sie ist dann für das Tatopfer kostenlos. Sind die Voraussetzungen für eine solche Anordnung gegeben, kann das Tatopfer grundsätzlich bestimmen, welche Prozessbegleiterin oder welcher Prozessbegleiter beigeordnet wird. Die gewählte Begleitperson muss aber durch ein Bundesland als Prozessbegleiterin oder Prozessbegleiter zugelassen sein. Psychosoziale Prozessbegleitung wird in Bayern durch verschiedene Opferschutzeinrichtungen und selbständig Tätige angeboten. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass die rechtliche Beratung des Tatopfers nicht zu den Aufgaben der psychosozialen Prozessbegleitung gehört. Hierfür sollte bei Bedarf Kontakt zu einem Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwältin aufgenommen werden. Auch bietet die psychosoziale Prozessbegleitung keine Psychotherapie oder Traumabehandlung. Benötigt das Tatopfer therapeutische Hilfe, muss diese durch eine andere geeignete Person oder Stelle geleistet werden.

Ankündigungsdatei

Programm-PsPB-2019-1.pdf

Telefonnummer

+49 89.54 32 02 35

Link zu weiteren Informationen

https://www.istob-aka.de/mediation/#psychosozialer-prozessbegleiter-fachpaedagoge-fuer-systemische-psychotraumatologie

Anmeldung über

info@istob-aka.de