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Systemische Traumatherapie: Zur systemischen Arbeit mit traumatisierten inneren und äußeren Systemen

07.02.2019 - 29.06.2019 | Seminar

Veranstalter

Internationale Gesellschaft für systemische Therapie e.V.

Veranstaltungsort

IGST e.V.
Gaisbergstraße 3 69115 Heidelberg

Veranstaltungsdetails

Art der Veranstaltung

Seminar

Weiterbildungsnachweis

Veranstalterzertifikat

Referent/-innen

Stefan Glasstetter

Beschreibung

Seit Beginn der 1990er Jahre gab es im Bereich der Traumatherapie eine rasante Entwicklung, die einerseits beachtliche und hoch effektive Verfahren zu Tage brachte (EMDR, Ego-State, PITT, IRRT, tfKVT, CIPBS/ TRUST), andererseits fast dem Charakter einer Flutwelle gleichkam. Umso erstaunlicher ist es, dass sich erst seit 2005 erste Auseinandersetzungen in der systemischen Literatur mit der Psychotraumatologie (traumatherapeutischen Behandlungsverfahren, Traumafolgestörungen sowie neurowissenschaftlichen Erkenntnissen) finden. Doch auch in der traumatherapeutischen Fachliteratur findet sich nur wenig Berücksichtigung systemtherapeutischer Ansätze, die wiederum schon in den 70er und 80er Jahren durch S. Minuchin, S. Madanes und das Mailänder Team zur Geltung kamen. Die Fortbildung soll dazu beitragen, eine Einführung in die Welt der klassischen Psychotraumatologie zu geben, systemische Konzepte und Methoden in der Arbeit mit den inneren und äußeren Systemen aufzuzeigen und darüber hinaus eine adäquate Haltung gegenüber traumatisierten KlientInnen als gleichrangige und autonome Kooperationspartner einzunehmen. Zielgruppe: Diese Fortbildung richtet sich an PsychologInnen und PädagogInnen mit/ohne zusätzliche Therapieausbildung, die mit dieser Klientel therapeutisch und/oder pädagogisch arbeiten und einen ersten Ein- bzw. Überblick über das traumatherapeutische/-pädagogische Arbeiten bekommen möchten. Insbesondere Seminar 1 ist für PädagogInnen ohne therapeutische Zusatzausbildung zum Einstieg für einen ersten Überblick zu traumapädagogischem Arbeiten geeignet. Interessenten sollten für sich prüfen, dass ihre eigene psychische derzeitige Stabilität ausreichend ist, um nicht in der Fortbildung getriggert zu werden. Methodische Inhalte Diverse Übungen in den Bereichen Psychoedukation, Ressourcenarbeit, Stabilisierungstechniken, Traumakonfrontation sowie Psychohygiene. Diese Seminarreihe vermittelt die Grundlagen der systemischen Traumatherapie. Sie umfasst 3 Blöcke à drei Tage. Seminar 1: Grundlagen der Psychotraumatologie: Geschichte der Psychotraumatologie; Neurobiologie des Traumagedächtnisses; Störungsmodelle (ICD-10, DSM-5)und Behandlungsmodelle; Epidemiologie von Traumafolgestörungen und komorbiden Störungsbildern; aktueller Stand der Psychotherapieforschung im Bereich Trauma; Diagnostik und Differenzialdiagnostik von Traumafolgestörungen; Exkurs: Bindung und Trauma; Traumaspezifische Behandlungsverfahren / Adjuvante Therapieverfahren; Psychopharmaka bei PTBS; Phasen der klassischen Traumatherapie; Methodische Ideen und Interventionen für die klassische Traumatherapie und -pädagogik (Psychoedukation, Triggerarbeit, Ressourcenarbeit, Stabilisierungstechniken, Umgang mit Dissoziation, selbst verletzendem Verhalten, Suizidalität); Seminar 2: Spezielle Techniken der Traumatherapie I: Systemische Traumatherapie; DBT/tfKVT (Dialektisch Behaviorale Therapie/traumafokusierte kognitive Verhaltenstherapie); EMDR /Eye Movement Desensitization and Reprocessing); IRRT (Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy); Seminar 3: Spezielle Techniken der Traumatherapie II: TRUST/CIPBS (Techniken Ressourcenfokussierter und Symbolhafter Traumabearbeitung/Conflict Imagination Painting Bilateral Stimulation); Ego-State; PITT (Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie); Psychohygiene; Termine: Modul 1: 07.02.-09.02.2019; Modul 2: 25.04.-27.04.2019; Modul 3: 27.06.-29.06.2019

Telefonnummer

+49 6221 4064-0

Anmeldung über

https://www.igst.org/anmeldung/index.php

Letzte Aktualisierung: 14.05.2018